Dokumentenprüfverfahren

Die reine Dokumentenüberprüfung ersetzt das ehemalige Verfahren für Doktoranden, Post-Doktoranden und Stipendiaten sowie das ehemalige Deutschland-Verfahren.
Sie kann bei Doktoranden/Post-Doktoranden sowie Stipendiaten und muss bei allen chinesischen Studienbewerbern vorgenommen werden, die sich bereits in Deutschland aufhalten, aber noch nicht immatrikuliert und vor April 2002 nach Deutschland eingereist sind. Bewerber dieser Kategorien müssen lediglich ihre Dokumente überprüfen lassen und müssen also nicht nach China zurückkommen. Nach erfolgreicher Überprüfung erhalten die Bewerber eine Bescheinigung der APS.

Doktoranden, Post-Doktoranden und Stipendiaten
Bewerber, die in Deutschland ein Promotions- oder Postdoc-Studium durchführen möchten, müssen normalerweise ihre Dokumente nicht durch die APS überprüfen lassen. Sie nehmen direkt Kontakt mit einem deutschen Hochschuldozenten auf, der die Doktorarbeit oder das Forschungsprojekt betreuen wird. Der Dozent bzw. die aufnehmende Hochschule stellt den Bewerbern daraufhin eine Einladung oder eine Zulassung zum Promotionsstudium aus. Mit dieser und den weiter nötigen Unterlagen können die Studenten dann direkt bei der deutschen Botschaft bzw. dem zuständigen Konsulat oder bei der APS ihren Visumantrag einreichen.

Einzelne Hochschulen in Deutschland verlangen aber trotzdem für die Einschreibung die Überprüfung der Echtheit der eingereichten Studienunterlagen. Bewerber sollten dies im Vorfeld mit der deutschen Hochschule bzw. dem betreuenden Professor klären. Im Fall, dass die deutsche Hochschule eine Überprüfung verlangt, können die Bewerber ihre Studienunterlagen zur Prüfung bei der APS einreichen. Ein Interview wird nicht durchgeführt. Nach erfolgreicher Überprüfung erhalten die Bewerber zehn Ausfertigungen einer Bescheinigung der APS. Ihren Visumantrag müssen sie dann über die APS stellen.

Das gleiche gilt auch für Stipendiaten, die eine Förderung aus öffentlichen Mitteln aus Deutschland erhalten. Hier kann im Einzelfall die aufnehmende Hochschule oder der Stipendiengeber auf eine Überprüfung der Studienunterlagen bestehen. Auch hier gilt, dass in diesem Fall die Unterlagen ohne Interview durch die APS überprüft werden und der Visumantrag bei der APS gestellt werden muss.

Chinesische Studienbewerber, die sich bereits in Deutschland aufhalten
Bewerber, die mit einem Staatsangehörigen eines Mitgliedstaates der Europäischen Union eine Ehe bzw. eine eingetragene Lebenspartnerschaft geschlossen haben und einen gültigen Aufenthaltsstatus in Deutschland vorweisen können, können ihre Dokumente von der APS überprüfen lassen. Eine Rückreise nach China ist für diese Fälle nicht erforderlich.

Chinesische Studienbewerber, die sich bereits in Deutschland aufhalten und vor dem 1. April 2002 mit einem Studienbewerbervisum nach Deutschland eingereist sind, müssen vor der Aufnahme eines Studium an einer deutschen Hochschule ihre Dokumente von der APS überprüfen lassen. Mit Rückfragen wenden sich Bewerber bitte an die APS.


Antragstellung

1. Online-Registrierung
Die Bewerber registrieren sich auf der Webseite der APS und erhalten ein Passwort, mit dem sie Zugang zu einem persönlichen Anmeldefenster erlangen. Nach Eingabe aller notwendigen Informationen zu ihrer Person, ihrem Bildungsstand und ihren Sprachkenntnissen wird ihnen per E-Mail eine Anmeldebestätigung in PDF-Format mit einer Teilnehmer-Nummer übersandt.

2. Überweisung des Entgelts
Für die Bearbeitung des Antrags wird ein Entgelt in Höhe von 1000 RMB erhoben. Das Entgelt muss auf das Konto der APS überwiesen werden. Auf dem Antragsformular muss die Überweisungsnummer angegeben werden. Erst wenn die Unterlagen und die Überweisung eingegangen sind, können die Unterlagen bearbeitet werden. Aus Sicherheitsgründen darf kein Geld zusammen mit den Unterlagen geschickt werden.

3. Übersendung der Dokumente
Dem Antrag müssen die notwendigen Dokumente beigefügt werden. Die Liste der einzureichenden Dokumente kann dem Merkblatt zum Dokumentenprüfverfahren entnommen werden. Der Prüfungsantrag kann per Post an die APS gesendet oder persönlich, durch Freunde oder durch Verwandte bei der APS abgegeben werden. Da die APS die eingereichten Dokumente archivieren muss, können sie nicht zurückgegeben werden.
Die eingereichten Unterlagen werden im Fall einer erfolgreichen Überprüfung drei Jahre nach dem Überprüfungstermin vernichtet. Im Falle einer nicht erfolgreichen Überprüfung werden die Unterlagen nach Ablauf von fünf Jahren ab dem letzten Überprüfungstermin vernichtet.

Wenn die Überprüfung der Dokumente in der APS positiv verlaufen ist, werden dem Bewerber fünf Bescheinigungen an die von ihm angegebene Adresse übersandt. Wenn die Bescheinigungen an eine Adresse in China geschickt werden sollen, sollte die Anschrift bei der Antragsstellung in chinesischen Zeichen angegeben werden, bei einer Adresse in Deutschland auf Deutsch.
Das Verfahren dauert vom Eingang des vollständigen Antrags bis zur Übersendung des Ergebnisses ca. einen Monat. In Einzelfällen oder in Ferienzeiten kann sich die Bearbeitungsdauer verlängern.