P-Verfahren (Programmstudierende)

Deutsche Hochschulen, die im Rahmen von Hochschulkooperationen chinesische Studierende rekrutieren, die in Deutschland einen akademischen Abschluss anstreben, können das P-Verfahren beantragen.

Die Entscheidung, ob eine Gruppe in das P-Verfahren aufgenommen wird, ist gemäß einem Erlass des Auswärtigen Amtes immer eine Einzelfallentscheidung.

Die deutsche Partnerhochschule informiert die APS formlos in einer E-Mail (leitung@aps.org.cn) über das geplante Studienprogramm, wobei eine Kopie des Kooperationsvertrages mit der chinesischen Hochschule der E-Mail beigefügt wird.

Die Aufnahme in das APS-P-Verfahren kann erfolgen, wenn nachstehende Voraussetzungen erfüllt sind:

  • Die Studienbewerber für das P-Verfahren werden in China von deutschen Hochschulangehörigen fachlich ausgewählt. Der Interviewer kann nur Studierende für sein Fachgebiet oder fachnah auswählen. Telefoninterviews und Videokonferenzen mit chinesischen Bewerbern über Skype oder ähnliche Videosoftware werden nicht anerkannt.
  • Das Auswahlverfahren durch die deutsche Seite darf bei Antragseingang nicht länger als 6 Monate zurückliegen.
  • Die Auswahlgespräche sind in Englisch oder Deutsch zu führen und müssen protokolliert werden. Dafür steht ein Protokollformular im Downloadbereich der APS-Webseite zur Verfügung. Aus den Protokollen muss die APS die fachliche Auswahl nachvollziehen können. Reine Motivationsinterviews werden nicht anerkannt. Anhand der Protokolle entscheidet die APS, ob auf das APS-Plausibilitätsinterview verzichtet werden kann. Die Protokolle sind zusammen mit den Antragsunterlagen der Studierenden bei der APS einzureichen oder vorab per E-Mail an die APS zu senden.

Der Ablauf einer Überprüfung im Rahmen des P-Verfahrens stellt sich wie folgt dar:

1. Antragstellung der deutschen Partnerhochschule:

Die deutsche Partnerhochschule informiert die APS per E-Mail über ihre Kooperation mit dem chinesischen Partner und übermittelt eine Namensliste der für das P-Verfahren ausgewählten Studienbewerber. Die APS übermittelt der Hochschule daraufhin eine Gruppennummer.

2. Online-Registrierung:

Die Studierenden registrieren sich unter Angabe der Gruppennummer, die sie von der Hochschule erhalten haben, persönlich auf der APS-Webseite und erhalten ein Passwort, mit dem sie Zugang zu einem persönlichen Konto erlangen. Nach Eingabe aller notwendigen Informationen muss der oder die Studierende die Online-Anmeldebestätigung ausdrucken und persönlich unterschreiben. Diese wird den Bewerbungsunterlagen beigefügt.

3. Überweisung des Entgelts:

Für die Bearbeitung des Antrags wird pro Person ein Entgelt von 1000,- RMB erhoben. Darin ist die Visumgebühr bereits enthalten. Das Entgelt aller Teilnehmer ist gesammelt auf das Konto der APS einzuzahlen. Bitte geben Sie bei der Überweisung die Gruppennummer mit an. Anträge können erst bearbeitet werden, wenn das Entgelt eingegangen ist.

4. Einsendung der Unterlagen:

Die Anträge der chinesischen Studenten müssen gesammelt eingereicht werden. Den Anträgen hinzuzufügende Unterlagen sind:

  • Eine Kopie des Kooperationsvertrags
  • Die Protokolle über die Auswahl der chinesischen Bewerber mit den Angaben, durch wen, wann und wo die Auswahl nach welchen fachlichen Kriterien durchgeführt worden ist
  • Eine Liste der ausgewählten Studierenden
  • Die Kontaktdaten (Adresse, E-Mail, Telefon- und Faxnummer) der Ansprechpartner in China und Deutschland

Die eingereichten Unterlagen werden im Fall einer erfolgreichen Überprüfung drei Jahre nach dem Überprüfungstermin vernichtet. Im Falle einer nicht erfolgreichen Überprüfung werden die Unterlagen nach Ablauf von fünf Jahren ab dem letzten Überprüfungstermin vernichtet.

5. Ergebnis der Überprüfung:

Die APS unterrichtet die deutsche Hochschule und ggf. im Vorfeld benannte chinesische Ansprechpartner über das Ergebnis der Überprüfung der Dokumente durch ein Fax. Teilnehmer erhalten im P-Verfahren kein Zertifikat. Das Visum kann mit einer Kopie des Faxes beantragt werden.

6. Visum

Für die Abgabe der Visumanträge bei der APS ist bei einer Gruppengröße von über 10 Personen ein Termin per E-Mail visumtermin@aps.org.cn (Peking) oder sha-visumtermin@aps.org.cn (Shanghai) zu vereinbaren. Personen aus den Konsularbereichen der Konsulate Shenyang, Guangzhou und Chengdu können ihre Visaanträge direkt beim jeweiligen Konsulat oder bei der APS Peking abgeben. Antragsteller aus den Konsularbereichen der Botschaft Peking und des Konsulats Shanghais müssen dies über die Büros der APS in Peking bzw. Shanghai tun.

 
In das APS-P-Verfahren können nur Studierende aufgenommen werden, die durch die deutsche Hochschule eine Studienplatzzusage erhalten haben. Die Bewerber im P-Verfahren erhalten kein APS-Zertifikat. Die APS informiert die betreffenden Hochschulen per Fax über das Ergebnis der Überprüfung.

Ein Hochschulwechsel von Teilnehmern eines P-Verfahrens innerhalb Deutschlands ist ausgeschlossen. Studierende, die im Rahmen des P-Verfahrens das Visum beantragt haben und vor Ablauf des geplanten Studienprogramms in das individuelle China-Verfahren wechseln möchten, benötigen eine schriftliche Einwilligung über die Beendigung des Programms durch die deutsche Hochschule.

Studierende, die im individuellen China-Verfahren bereits erfolglos an einem Interview teilgenommen haben, können nicht in das P-Verfahren wechseln. Für diese Kandidaten besteht die Möglichkeit, das Interview zu wiederholen und bei Erfolg mit einem individuellen APS-Zertifikat in die Gruppe aufgenommen zu werden und das Visum gemeinsam mit der Gruppe zu beantragen.

Die APS bittet die deutschen Hochschulen, ihre Bewerber über die Formalien des P-Verfahrens zu informieren.

Die Bearbeitungszeit der Anträge beträgt 4 Wochen. Von Sachstandsnachfragen vor Ablauf der Bearbeitungsfrist bitten wir abzusehen.

Ein Merkblatt mit allen Informationen und den einzureichenden Unterlagen pro Bewerber kann hier heruntergeladen werden.

Bitte beachten Sie, dass wir die eingereichten Dokumente archivieren müssen und daher nicht zurückgeben können!

Wechsel vom P-Verfahren zum China-Verfahren:

Jeder Bewerber ohne deutschen Abschluss (Bachelor, Master) benötigt eine Bestätigung der deutschen Hochschule, aus der hervorgeht, „wann“ und aus „welchen Gründen“ das Partnerschaftsprogramm beendet wird bzw. die Exmatrikulation. Ausserdem ist der Nachweis der Abmeldung bei der zuständigen Ausländerbehörde notwendig. Die APS prüft dann in diesen Einzelfällen, ob eine Aufnahme in das China-Verfahren möglich ist.

Studierende, die im Rahmen des P-Verfahrens einen deutschen Abschluss (Bachelor, Master) erhalten, müssen für ein weiterführendes Studium in Deutschland nicht am China-Verfahren der APS teilnehmen. Diese Studenten können sich direkt an der deutschen Hochschule bewerben. Ein Wechsel der Hochschule ist in Deutschland allerdings erst nach dem Erwerb des angestrebten Abschlusses, bzw. nach Beendigung des jeweiligen Programms möglich.